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Midori Jaeger: „Gepflanzt“
Midori Jaeger, eine Cellistin und Songwriterin aus Japan, die an der Royal Academy of Music studiert hat und heute in London lebt, baut ihre Lieder oft auf Pizzicato-Cellostimmen auf, die Harmonie, Kontrapunkt und wechselnde Metren skizzieren, während sie um ihre Stimme hüpfen. „Planted“ folgt auf ihre im März veröffentlichte EP „(Un)planted“ und thematisiert beiläufig eine gescheiterte Beziehung: „Wie ein verwelkter Zweig wurdest du hier gepflanzt/Zu spät oder zu früh.“ Die spartanische Produktion – Celli, Schlagzeug, Gesang – gibt ihr den Raum, den sie beansprucht.
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daine: ‘PQC’
Die philippinisch-australische Songwriterin Daine (Daine Lauren Wright) veröffentlicht seit 2020 Singles, EPs und Mixtapes und hat mit elektronikbegeisterten Genre-Brettern wie Ninajirachi und Underscores zusammengearbeitet. „PQC“ gibt einen Vorgeschmack auf Daines offizielles Debütalbum mit einem Lied über eine anhaltende, fehlgeleitete Bindung: „I’m over-reactive, overy Romantic/’Cause I’m Wrapped in the passion, can’t scheinbar to let it go“, singt Daine und fügt ein freches „Oh-whoa-oh-ohs“ hinzu. Doch was hätte klar sein können: Stattdessen kommt fröhlicher Power-Pop mit klanglichen Komplikationen daher. Fleckige Verzerrungen, weit entfernte Piano-Loops und hyperpoppige Gesangsstotter machen jeden Anschein von Lässigkeit zunichte.
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Jordan Patterson: „Aschenputtel“
In „Cinderella“ aus Jordan Pattersons neuer EP „Songs From a Valley Girl“ vermischen sich Romantik und Zweifel. Ihre zitternde Stimme vermittelt die ganze Vorfreude und Ungewissheit einer neuen Liaison. „Ich fühle mich heute seltsam, aber ich glaube, es gefällt mir“, stellt sie in einem Lied fest, das mit ihrer walzenden Akustikgitarre beginnt und sich mit Instrumenten und Gesang überlagert, die ihre widerstreitenden Zweifel und Hoffnungen widerspiegeln.
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Yendry: „Mala Mia“
Yendry entschuldigt sich unter Tränen und aufrichtig dafür, dass sie in „Mala Mia“ („My Bad“) jemanden zurückgelassen hat. Sie weiß, dass sie sich nahe standen und einander alles erzählt haben; Sie weiß, dass es „ein Abschied wie ein Dolchstoß“ ist. Aber sie ist nicht verliebt und „hat dir nichts versprochen“. Yendry, eine Dominikanerin, bringt ihr Bedauern in einem Retro-Bolero mit Schnüren und ein paar zeitgenössischen Akzenten zum Ausdruck: Bongos, die an Bachata erinnern, und ein mehrspuriges A-cappella-Zwischenspiel. Aber der Kummer ist zeitlos.
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Was ist neu in den Charts?
Steve Lacy: „Das Gefühl“
Im Jahr 2022 hatte Steve Lacy mit „Bad Habit“ einen Nr.-1-Hit, eine trübe Mischung aus Midtempo-Rock und R&B, die in Bedauern und Unsicherheit schwelgte. Vier Jahre später hat er mit „The Feeling“ ein am 17. Juli erscheinendes Album „Oh Yeah?“ vorab angekündigt, ein weiteres Midtempo-Dokument verwirrter, frustrierter Sehnsüchte, das in den Hot 100 auf Platz 75 angekommen ist. „There’s one I thing don’t know/am I your baby?“, fragt Lacy in Harmonien, die an die Beach Boys oder Animal Collective erinnern. Dieses Mal singt er für jemanden, der ihm nahe stand, und schwankt dabei zwischen Ungeduld und Verzweiflung. Versöhnt er sich oder stalkt er?