„The Great Skull“-Regisseur und Besetzung von „Dialect Cinema and Grief“.

„The Great Skull“, eine Tragikomödie im Shanghaier Dialekt, eröffnete am 12. Juni den Hauptwettbewerb des 28. Shanghai International Film Festival. Regisseur Liu Xiaoyang, Drehbuchautor Zhang Xiaoying und die Hauptdarsteller Wen Qi, Ni Hongjie und Yu Entai nahmen an der Pressekonferenz teil.

Der Film spielt in Shanghai und ist eine Tragikomödie über eine Mutter und eine Tochter, die um ihren Verlust trauern und gleichzeitig versuchen, sich normal zu verhalten. Die Shanghaier Drehbuchautorin Zhang hat ihre persönlichen Erfahrungen in das Drehbuch einfließen lassen, wobei mehr als 50 % der Dialoge im Shanghai-Dialekt gesprochen wurden.

Die Ursprünge des Films reichen bis ins Jahr 2017 zurück, als sich Liu und Zhang zum ersten Mal in Hongkong trafen. Zhang erzählte Liu lachend vom Tod ihres Vaters, und er erkannte in ihrer Erzählung die Struktur eines Films: einen schweren Anfang, einen Abstieg ins Absurde, ein unerwartetes Ende. Jahre später, nachdem beide nach Peking gezogen waren, beschlossen sie, es zu schreiben. „Ich sagte ihr: Ich bin sicher, dass daraus ein Film gemacht werden kann“, sagte Liu. „Und dann haben wir angefangen.“

Vor seinem Spielfilmdebüt war Liu jahrelang als Filmliebhaber nach Shanghai gekommen. „Ich hoffe, dass das Publikum, nachdem es diesen Film gesehen hat, seine Emotionen loslassen und mehr Kraft annehmen und sein Leben mit mehr Mut leben kann“, sagte er.

Der Titel ist eine humorvolle, wörtliche Anspielung auf das große Knochenstück des verstorbenen Vaters, das nach der Einäscherung zurückblieb. Als Liu den Titel ansprach, vergaß er kurz seine Rede und hielt einen Moment inne. Er gab zu, dass er auf der Bühne nervös war, holte seine Notizen auf seinem Handy heraus und las: „Wir möchten unseren verstorbenen Lieben zurufen, dass sie sich keine Sorgen um uns machen müssen. Die Lebenden und die Toten haben beide ihr eigenes Schicksal.“

Für Zhang hatte es eine besondere persönliche Bedeutung, den Film in Shanghai zu drehen, in den charakteristischen Gassenvierteln der Stadt zu drehen und auf dem größten Filmfestival der Stadt Premiere zu feiern. „Als ich 18 war, nahm ich eine Kelle Wasser aus dem Huangpu-Fluss und trug sie weit weg“, sagte sie. „Jetzt, viele Jahre später, habe ich es zurückgebracht und es ist zu einem Glas Wein namens Kino geworden, das man mit allen teilen kann.“

Wen Qi, eine der beliebtesten Gen-Z-Schauspielerinnen im chinesischsprachigen Kino, fand, dass ihre Rolle ihrer eigenen Persönlichkeit sehr ähnlich sei, merkte jedoch an, dass es zunächst eine Herausforderung sei, die Aura im Shanghai-Stil zu vermitteln und tiefe Trauer darzustellen. Sie rief Zeng Jian zu, den erfahrenen chinesischen Kameramann, der für seine Zusammenarbeit mit Lou Ye bekannt ist. „Er war wie unser großer Elternteil am Set, der uns anleitete und uns half, weiterzumachen und alle möglichen Probleme zu lösen. Dieser Film wäre ohne ihn nicht möglich“, sagte sie.

Ni teilte ihre Begeisterung für die Premiere von „The Great Skull“ in Shanghai und ist der einzige Shanghaier Schauspieler in der Hauptbesetzung. „Unser Film ist wie ein Samenkorn im Boden, der zu einem Baum heranwächst“, sagte sie. „Als Schauspieler aus Shanghai fühle ich mich sehr glücklich, dass der Film hier präsentiert wird.“

Yu Entai, der den verstorbenen Vater spielt, dachte über eines der ungewöhnlicheren Vorbereitungserlebnisse seiner Karriere nach. Bei der Produktion wurde ein echtes Bestattungsinstitut anstelle eines konstruierten Bühnenbildes verwendet, und Yu lag in einem echten Sarg, während die Darsteller vorbeikamen. Unfähig, sich zu bewegen, verbrachte er die Zeit damit, Menschen von seinem Telefon aus SMS zu schreiben und über die Sterblichkeit nachzudenken. „Mir wurde klar: Das Leben ist ein Abschied“, sagte er. „Was auch immer wir tun, wir verabschieden uns in Würde von dieser Welt.“ Ni fügte hinzu, dass Yu die Pausen zwischen den Aufnahmen damit verbrachte, Selfies mit seinem eigenen Beerdigungsporträt zu machen, dessen Gesicht leichenweiß bemalt war, und Schauspielerkollegen einzuladen, mit ihm zu posieren.

Yu gab zu, dass er sich früher Sorgen darüber gemacht hatte, in chinesischen Dramen der Lieblingsvater zu werden, aber diese Rolle bescherte ihm eine andere Erfahrung, da der Film einen minimalistischen Stil aufweist und er lernte, es einfach zu halten. „Vielen Dank an diesen Film für diesen minimalistischen Auftritt, der mir auch zeigt, dass es nie einfach ist, Schauspieler zu sein“, sagte er.

Der Shanghai-Dialekt hat sich in den letzten Jahren zu einem Symbol der lokalen kulturellen Identität entwickelt, wobei Produktionen wie „Shanghai Blossoms“ und „B for Busy“ den Trend vor „The Great Skull“ festlegten.

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